Willkommen auf der Homepage "Schreikinder.com"

 

Dr. rer. soc. Marc J. Dressel
Dipl. Psychologe u.
Psychologischer Psychotherapeut

Link zur Psychotherapeutischen Praxis
www.memory-praxis.de

 

 



  

 


Zum Inhalt
Diese Internetpräsents soll Eltern und anderen Interessierten einen Aspekt am sogenannten abendlichen oder nächtlichen Schreien der Kinder näher bringen, der bisher so scheint uns, wenig Beachtung gefunden hat. Dieser Ansatz geht tiefer, vielleicht Manchen zu tief. Aber wir denken jeder, der als enge Bezugsperson mit einem Säugling zu tun hat, kennt die persönliche Herausforderung, die dieses Schreien mit sich bringt. Die folgende Darstellung soll deshalb eine Hilfe sein, mit diesem Problem besser umgehen zu können. Ausgelöst durch die eigene Erfahrung mit einem schreienden Säugling hat uns diese Erklärung geholfen, unser Kind besser zu verstehen und unser eigenes Verhalten dementsprechend anzupassen.

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Warum schreien Säuglinge?


Das Schreien eines Säuglings lässt keinen Erwachsenen unberührt. Noch weniger können sich Eltern dem Schreien ihres Kindes entziehen. Das Schreien ist die deutliche Aufforderung: "Schau nach mir, und steh mir bei"! Und unmittelbar gefolgt von diesem Schreien verspüren Mutter und Vater den Impuls genau dies zu tun. Diese, auf Schutz und Beistand abzielende Reaktion ist quasi von Natur aus den Menschen mitgegeben, um sich bestmöglich um den Nachwuchs zu kümmern. Wir sind mit dem Drang ausgestattet, alles mögliche zu tun und die Bedürfnisse des Kindes zu "stillen", damit der Säugling aufhört zu schreien.

Dieses Schutz- und Beistandverhalten ist zum einen eine grosse Hilfe. Der Säugling macht sich deutlich bemerkbar, wenn er etwas braucht. Anderseits ist dieses Schreien ein grosse Belastung, denn Kinder schreien oft und anhaltend aus manchmal kaum ersichtlichen Grund. Schreien kann körperliche Bedürfnisse wie Hunger, Müdigkeit, nasse Windeln oder Schmerzen signalisieren, aber auch soziale Bedürfnisse wie Einsamkeit, körperliche Nähe oder Beschäftigung. Und mit der Zeit lernen die Eltern die Schreie ihres Kindes zu deuten und entsprechend zu reagieren. Soweit wäre alles gut und richtig, wenn es da nicht dieses andere Schreien gäbe.


Wenn Schreien zu Problem wird!


Säuglinge schreien leider noch anders, und zwar ganz anders. In den ersten Lebensmonaten schreien viele Kinder, ohne dass es den Eltern gelingt, ein entsprechendes Bedürfnis zu erkennen. Und dieses Schreien unterscheidet sich deutlich von dem oben beschriebenen "funktionellen" Schreien. Dieses "andere" Schreien ist emotional sehr intensiv, steigt in seiner Intensität rasch an und der Säugling schreit seine Trauer, seine Angst und seine Wut geradezu atemraubend aus sich heraus. Dieses Schreien tritt meistens abends oder nachts auf und wird daher in der Literatur gerne als abendliches oder nächtliches Schreien bezeichnet. Diese Schreizustände sind in den ersten drei Lebensmonaten sehr häufig und halten in der Regel länger an; ein bis drei Stunden sind statistisch gesehen normal (in Largo, 2006). Ein eine Stunde anhaltend intensiv schreiendes Kind ist bereits eine Herausforderung. Zur echten Belastungsprobe wird dieses Schreien, wenn es über Stunden anhält. ...

 

 

Literatur:

Largo R. H.  (2006). Babyjahre.
Piper München.

 

Die Eltern, um Abhilfe und Schutz bemüht, geraten dabei in einen Zustand von Hilflosigkeit und Überforderung. Alle Bemühungen ihr Kind zu beruhigen helfen nur kurz oder gar nicht. Letztlich frustriert reagieren sie selber mit Trauer, weil sie ihr Kind nicht mehr erreichen, mit Angst, weil sie denken etwas falsch gemacht zu haben, oder aber mit Wut, weil sich die Freude ein Kind zu haben in ein Desaster verkehrt.


Wie erklärt man sich dieses Schreien?


Dieses unspezifische Schreien wird von vielen Eltern, Hebammen und Ärzten durch Bauchkoliken erklärt. D.h., Verdauungsprobleme führen u.a. zu einem geblähten Bauch und die Säuglinge empfinden dadurch Schmerzen. Ein anderer Erklärungsansatz geht davon aus, dass das Verhalten der Eltern der bestimmende Faktor ist. Der richtige Zeitpunkt zum Einschlafen wurde verpasst, dass Kind ist übermüdet und unzufrieden. Das schreiende Kind wird schließlich vielleicht aus dem Bett genommen und umhergetragen. Dadurch wird es überfordert, zu sehr stimuliert und reagiert emotional gereizt.

Auf den ersten Blick plausible Ansätze. Aber, haben Kinder wirklich stundenlang Bauchkoliken, die ihnen derartige Schmerzen verursachen? Und die dann immer nur abends oder in der Nacht? Schlucken die Säuglinge beim Schreien einfach zuviel Luft und sind dadurch gebläht? Warum haben erfahrene Eltern nach zwei eher weniger schreienden Kindern dann doch noch ihr "Schreikind"? Eigentlich sollten sie den Umgang mit einem müden Säugling gelernt haben. Hier bleiben sehr deutlich Fragen offen. Steckt nicht hinter dem Schreien nicht doch mehr?

Ausgelöst durch die eigene Erfahrung mit unserer eigenen Tochter kamen wir schließlich mehr intuitiv zu einer anderen tiefergehenden Erklärung. Diese Erklärung fand sich dann auch in der Literatur; abseits der gängigen Lehrmeinung. Wenn Sie diese Erklärung interessiert, dann bitte hier klicken

 

 


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- Diese Seite wurde zuletzt am 11.04.09 aktualisiert.

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